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Aktuell

Pfarrerin und ihr „Pfarrmann“ unterwegs in kirchlicher Mission!

Wieder eine Aktion zur angeordneten „kirchenfreien“ Zeit.
Trotz einiger Schneeflocken und sehr kalter Luft, zogen Pfarrerin Britta Holk und Pfarrmann Bernd zur Gottesdienstzeit mit Trompete und Gesang durch Volkmarsen, um einigen ev. Senioren und Seniorinnen die Kirche nahe zu bringen. Im Gepäck hatte man auch die Andacht zum Sonntag Judika von Pöpstin Wienold-Hocke des Sprengel Kassel. Mit gebotenem Abstand, mal am Fenster oder in sicherer Entfernung an der Haustür, konnten die Gemeindeglieder und oft auch die Nachbarschaft sich an der Darbietung erfreuen.
Am 5. April, zum Palmsonntag, werden wir wieder einige unserer treuen Gemeindeglieder zu Hause „besuchen“.
Bleiben Sie behütet

Sonntag Judika 29.03.2020

Weiterlesen unter Button “ Andacht Pröbstin Wienhold-Hocke“

Corona hin, Corona her, – wir sind Kirche!

Sonntag – Lätare – 22.03.2020 Morgens um 10.00 Uhr

Seid behütet in dieser schwierigen Zeit die nicht einschätzbar ist. Der Text von Michael Becker gibt nicht nur die Unvernuft sondern auch Lösungen für Jeden wieder. Bleibt Gesund und “ zu Hause“ . Eurer Pfarrerin Britta Holk

Trost gegen die Furcht

  1. In schwierigen Zeiten wächst leider bei manchen auch die Unvernunft. Vor einigen Tagen ware zu lesen, dass sich Gäste geweigert haben, die Insel Sylt zu verlassen. Davon erzählt der Bürgermeister einer Zeitung im Telefoninterview (Spiegel-online 18.3.2020). Dafür haben sie eigenwilige Argumente. Sie hätten schließlich bezahlt sagen sie – na ja. Aber dann endecken sie auch noch die Mediziner in sich und sagen: In der frischen Seeluft sei eine Ansteckung bestimmt unmöglich. Was sie dabei nicht sagen: Sie sind auch beim Hotelfrühstück; in Geschäften und womöglich in Lokalen. Vermutlich wollen sie einfach die Anweisung der Inselverwaltung nicht befolgen. In ihrem Leichtsinn missachten sie: Die Insel wäre gar nicht in der Lage, genug Krankenhausbetten zur Verfügung zu stellen! Zugleich hören wir von sogenannten „Coronapartys“ und allerlei nächtlichen Treffen in Parks, bei denen Alkohol fliesen soll.
  2. Es ist eine seltsame Sache mit dem Leichtsinn. Auf der einen Seite behauptet man sich, dass einem nichts passieren wird. Auf der anderen Seite missachtet man völlig, dass man andere Menschen anstecken könnte. Das haben manche oder viele offenbar nicht im Blick – einige nie! Das ist, um es vorsichtig zu sagen, unfassbar. Wenn angeblich nichts passiert, der kann auch nichts auslösen – das ist eine höchst eigenwillige Logik. Diese Menschen muss man nicht verstehen, aber bekämpfen muss man sie. Viele meinen schon, unser land käme um eine Ausgangssperre nicht mehr herum. Zu locker würden Menschen die Anweisung handhaben, möbglichst nicht vor die Tür zu gehen. “ Nehmen Sie die Lage ernst“, mahnte darum die Bundeskanzlerin in ihrer Rede am Mittwoch.
  3. Gerade erleben wir Wochen und Monate der Furcht, das ist offensichtlich und schlimm. Und niemand kann zu uns kommen und sagen: „Fürchtet euch nicht“ Doch, wir müssen uns fürchten. Hundertausende bekämpfen mit ihren medizinischen Mitteln einen Gegener, den sie kaum oder gar nicht kennen. Wir wissen noch nicht einmal, wann und ob alles „wieder gut“ wird. Wir sind ausgeliefert. Nur eins wird uns helfen, diese Wochen zu überstehen: dass uns jemand tröstet. Eine Frau erzählt von einer Krankenschwester, die immer sagt, was viele jetzt sagen: „Passen Sie bitte auf sich auf!“ Aber w i e sie es sagt. Mit einer Wärme und Herzlichkeit, dass die Patientin am liebsten sich in die Worte hineinlegen würde wie in ein Nest. Wenn wir nichts ändern können, gibt es doch Trost. Diese Engel bleiben, damit sie uns behüten auf allen unseren Wegen. Wir werden sie auch erkennen – und wir erfahren sie in der Zuwendung, die sie uns schenkt.

Werkstatt für Liturgie und Predigt – Michael Becker


Sonntag, Lätare 22.03.2020

„Gemeinsam für Volkmarsen“

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